Gedanken zum neuen Jahr

Gedanken zum neuen Jahr

Während die Ersten von euch jetzt schon schwitzend in den vollgepackten Fitness-Studios vor der Hantelbank stehen und sich beim Anblick einer immer länger werdenden Schlange fragen: “Wie soll ich denn so bitte meinen Speckgürtel von 2018 loswerden?”, sitze ich gemütlich vor meinem Laptop und grübel über Vorsätze nach. Hatte ich eigentlich jemals einen guten Vorsatz zum Jahreswechsel? Einen ernsthaften denke ich zumindest nicht. Klar, die Klassiker sind hierbei ja tatsächlich der Gewichtsverlust oder das mit dem Rauchen aufhören. Das Rauchen scheidet bei mir schon von Anfang an aus, weil ich damals in der Raucherecke immer nur aus coolness Gründen stand. Selbst mal an einer Zigarette gezogen habe ich nur, wenn schon gefühlte 3 Promille Alkohol meine Blutbahnen befüllten und man von rauchenden Freunden dazu aufgefordert wurde doch auch mal eine zu probieren. Dieses tat ich dann meistens auch ganz brav, lies mir aber nie anmerken, dass es echt scheiße schmeckte. Also habe ich nie wirklich geraucht.

Zigarette (Symbolbild)

Der Vorsatz man müsste mal etwas abnehmen fällt bei mir wegen meines überaus guten Stoffwechsels aus. Ich will nicht angeben, aber es gab schon Phasen in meinem Leben, da habe ich nur Fast Food und billige Fertigprodukte konsumiert, die Folgen waren kaum zu sehen. Außer vielleicht die etwas unreinere Haut war mir eigentlich gar nichts anzusehen. Ich will damit sagen, ich kann essen was ich will, ich nehme nicht zu. Gut, ich bin letztes Jahr 30 geworden und da hat sich schon ein wenig was am Bauchumfang geändert, aber immernoch im absolut verträglichen Rahmen. Sagt zumindest mein Gürtel.

Was für Vorsätze würden also bei mir Sinn ergeben? Ich meine, wenn man sich etwas vornimmt so sollte man dieses auch einhalten. Und sei es nur, weil um einen herrum auch gerade alle voll motiviert ihr Leben bereichern oder verbessern wollen. Ich habe zum Beispiel schon etwas länger vor, meine Ernährung umzustellen. Ich möchte Fast Food und Fertigprodukte völlig verbannen und nur noch sogenanntes Clean Food zu mir nehmen. Keinen Döner mehr von nebenan, keine Tiefkühlpizza aus dem Gefrierschrank und keine Fertigsoßen aus dem Glas. Ich will es eigentlich anfangs nicht allzu sehr übertreiben und zu pingelig auf jede einzelne Zutat schauen, aber im Großen und Ganzen sollen die unbearbeiteten Lebensmittel bei mir schon überwiegen.

Damit habe ich allerdings auch schon 2018 begonnen und die Ernährung langsam umgestellt. Bei mir zu Hause gibts nur noch Wasser zu trinken, ich koche viel gesünder und vor allem auch mit mehr Spaß, nur in Ausnahmefällen und Unterwegs gibt es vielleicht mal einen Döner oder eine Pizza im Karton. Paralell zum Essen hatte ich eigentlich auch schon länger mal vor mit dem Alkohol trinken aufzuhören. Also komplett jetzt. Kein Bier, kein Wein, kein Kurzer mehr. Das wäre eigentlich eine gute Idee dieses mal 2019 umzusetzen, auch wenn dieses wohl schwierig sein wird. Ich wohne nämlich in einer Kleinstadt, aber aufgeführt wird es sich hier auch häufig wie in einem Dorf. Zumindest, wenn man von dem Klischee des Dorfdeppen, der keine Gelegenheit auslässt um sich bei einer Party zu besaufen, ausgeht. Und sollte mal keine Party in der nähreren Umgebung sein, so wird halt zu Hause gesoffen. Schön und gut, soll ja jeder machen wie er es beliebt. Sitzt auf einer solchen Partys aber jemand dazwischen, der keinen Alkohol mittrinkt, so ist er (oder sie) entweder Schwanger oder wurde als Fahrer/in auserkoren und muss hinterher alle anderen vor sich hin lallenden Partygäste sicher nach Hause kutschieren. Einfach nur da sitzen und gar keinen Alkohol trinken ohne Grund, das wird nicht akzeptiert und man muss erstmal einige Sprüche über sich ergehen lassen. Sprüche wie “Komm, nur Einen. Einen kannst du doch wohl mittrinken.” oder “Warst du beim Arzt oder so? Zu hohe Leberwerte?”. Einfach so keinen Alkohol trinken, weil man seinem Körper was gutes tun möchte, das kommt nicht in Frage.

Alkohol (Symbolbild)

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich probiere es trotzdem. Gut, dann hätten wir also für 2019 schon mal 2 Sachen die ich umsetzten könnte. Kein Alkohol mehr und weiter an der gesunden Ernährung arbeiten. Klingt doch gut. 2 Sachen muss ich aber definitiv dieses Jahr umsetzen, da komme ich wohl nicht drum rum. Ich muss an der örtlichen Volkshochschule oder auf anderen Wegen polnisch lernen. Zumindest ein wenig. Grundkenntnisse, damit ich im Sommer nicht total auffliege. Ich fahre nämlich diesen Sommer mit meinem polnischen Arbeitskollegen Jacek seine Familie in Polen besuchen. Also schon mal die Sprache lernen, dann ist für die Reise schon mal die halbe Vorbereitung erledigt. Ich war noch nie in Polen und bin deshalb sehr neugierig. Ich muss auf jeden Fall den Satz “Nein Danke, ich trinke keinen Wodka.” lernen.

Außerdem ganz wichtig für 2019: Endlich mal meinen Laptop platt machen (Festplatten formatieren, nicht nur zuklappen), der braucht ja mittlerweile eine Ewigkeit zum hoch fahren, obwohl kaum Speicherplatz belegt ist. Nun gut, nach 5 Jahren wirds auch irgendwann mal Zeit. Aber das sind auch so Aufgaben, die man ungerne erledigt, weil man eben einfach zu bequem ist. Dieses Jahr bist du aber fällig mein kleiner mit Drähten und Chips durchzogener Freund.

Mein Laptop (Symbolbild)

Eine Sache die ich mir vorgenommen habe, jetzt nicht zwingend für 2019, kann ich schon heute erledigen. Nämlich einen neuen Regenschirm kaufen. Der Herbstwind hat meinen letzten Schirm umgekrempelt und ein bloßes Gestänge mit leichten Polyesterfetzen hinterlassen. Der Klassiker. Also werde ich mich jetzt erheben und mich auf die Suche nach einem neuen Regenschirm machen. Möglichst sturmfest sollte er sein.

Posted on: 7. Januar 2019RowdyFabs